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Blog 12/09: International erfolgreich durch interkulturelle Kompetenz? - Lesen und kommentieren14.12.2009 - RWTH International Academy Weblog »
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Warum Führungspersönlichkeiten gerade in Krisenzeiten auf interkulturelle Kompetenz setzen sollten. In Krisenzeiten reduzieren viele Firmen ihre Investitionen im Bereich der Weiterbildung auf Null; sie verlassen sich, auch was den Erwerb der für den Umgang mit ihren ausländischen Geschäftspartnern notwendigen interkulturellen Kompetenzen angeht, bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf das Prinzip „learning by doing“ und überlassen die Entwicklung dieser gerade in Zeiten der Globalisierung (über-)lebenswichtigen Fähigkeiten dem Zufall. Alle wissen, dass fachliche Kompetenz allein für erfolgreiche internationale Geschäftsbeziehungen schon lange nicht mehr genug ist und dass es dafür geschulter „cultural skills“ bedarf, aber keiner scheint danach zu handeln. Am 14. Oktober 2009 veranstaltete ich im SuperC der RWTH Aachen das erste einer Reihe „Aachener Interkultureller Kompetenzforen“ mit dem diesjährigen Schwerpunkt-Thema „Unbekannter Nachbar Frankreich? Interkulturelle Kompetenz im bilateralen Austausch“ und dem Ziel, Vertretern aus Industrie/Technik und Wirtschaft die RWTH als zuverlässigen und kompetenten Partner und Vermittler in allen Fragen interkultureller Kompetenz zu präsentieren und sie unkompliziert mit kompetenten Lösungsanbietern aus Wissenschaft und Beratung zusammen zu bringen. Die Beiträge aus Industrie, Wissenschaft und Beratung – einzusehen unter www.ikfa.culturecom.eu – belegen eindeutig, dass internationale Erfolgsmodelle zu einem entscheidenden Anteil auf gezielter Schulung interkultureller Kompetenz beruhen.
In diesem Rahmen wurden auch erste Ergebnisse einer Umfrage des Lehr- und Forschungsgebiet Interkulturelle Studien – Romanistik der RWTH vorgestellt, die verdeutlicht haben, welche Reibungs¬verluste infolge mangelnder interkultureller Kompetenz in deutsch-französischen (Geschäfts-) Bezie¬hungen entstehen. Zwei Dritteln der Befragten waren solche Reibungsverluste bekannt und 38 % schätzten diese sogar als „hoch“ ein. Und trotzdem ist die Bereitschaft, in den Erwerb interkultureller Kompetenz zu investieren – sowohl am Faktor Zeit als auch am Budget gemessen – gering. Erst recht paradox wird die Situation, wenn die Befragten die durch den Mangel an interkultureller Kompetenz verursachten Verluste auf bis zu 20% ihres Gewinns/Rohertrags beziffern. Kurz gesagt: Ein Fünftel weniger Gewinn. Nimmt man das in Kauf, weil man es sich – trotz Krise – leisten kann oder wird hier eindeutig am falschen Ende gespart? |
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